Glück ist, wenn der Verstand tanzt, das Herz atmet und die Augen lieben.
Wär ich dankbar, würde ich übrigens der Instanz, die mir ein solch glückliches Leben wie das meine ermöglichte, in tiefer Demut huldigen.
Schon im Alter von 8 oder 9 Jahren war mir vollkommen klar, dass ein Leben als Glückspilz einfach das Ergebnis schlichter und einfacher, subjektiver Entscheidungsketten ist, deren oberstes Gebot stets der Versuch des VERZICHTES AUF OPFER, eigener und fremder ist! Denn Alles ist Eins und jede unangemessene Teilung diesen Einen ist die Ursache unausgeglichener Verhältnisse, die mit ungeheurer Macht in ihre Ruheposition streben. Die Sonne, die gigantischste Energiequelle in unsrer Nähe, stellt solch ein Opfer dar. Auch wir „brennen“, wenn wir zuviel Positives ODER Negatives in uns horten, oder aufgebürdet bekommen, wie die brennenden Wälder im Süden Europas.
Im Grunde, kann ich mich nur bei Hermann Hesse bedanken, denn sein Buch Siddhartha verhinderte durch die Eindrücke, die die letzten Seiten in mir, einem Kind von 8 oder 9 Jahren, hinterließen, dass ich es zuließ mich von „äusseren Kräften“ zu sehr teilen zu lassen, an dieser Stelle bestand ich seit dem aus purer Verweigerung. Im Innen ist es übrigens ganz einfach, dieser unangemessene Teilung zu widerstehen, man spürt es immer. Ein Zuviel an Energie oder Mangel erzeugt Schmerzen, körperliche oder geistige. Natürlich genoss ich viele Schmerzen, als Neugieriger will man ja Wissen und Forschen ist auch das Beschreiten von Irrwegen.
Und so stand ich immer am Scheidepunkt von Vergangenheit und Zukunft, dem Jetzt und akzeptiere, dass ich ein unausgeglichenes Teilchen eines Größeren bin, mit allem was ich zum weiteren Scheiden des Einen tue zum Scheitern verurteilt und mit allem was ich zum Ausgleich beitrage „erfolgreich“ bin. Mein Leben lang beweinte ich die Anderen, die diesen tiefen Frieden im Selbst auch mit übelster Betäubung nicht finden können, dabei ist es soooo einfach ein ruhiges Selbst zu sein, man muss nur akzeptieren, dass jedes Positiv sein Negativ anzieht UND es zulassen, dass dies stattfindet.
Einfaches sein lassen generiert Glück, angestrengtes Scheiden, Positivismus beispielsweise, führt zu ewiger Unzufriedenheit bis hin zu üblen Krankheiten. Auch das genoss ich. Am Ende steht eh immer der ultimative Ausgleich die Energien, auch Stillstand oder Tot genannt. Deshalb müssen wir der Kunst des „relativen Ausgleiches“ frönen, die Alten nannten das Maß halten.
Wir Menschen und ALLES um uns herum exsistieren lediglich, weil wir Spannung aus unaussgeglichener Energie darstellen. Überzieht man diese Spannung leiden wir Schmerzen, die uns zum relativen Ausgleich zwingen. Überzieht man das grandios im Aussen hat man eine instabile Masse erzeugt, Atombomben beispielsweise, ein Funke und es knallt.
Leben ist ein gekonntes Bewegen in energetischer Spannung, oft mit Wellenreiten vergleichbar, basierend auf dem Zwang diese Spannung aufrecht zu erhalten aber mit der unabdingbaren Aufgabe, diese Spannung immer nur in angemessener Höhe, oder Tiefe, zu halten und Liebe ist seiner Umwelt dabei hilfreich zur Seite zu stehen.
Ich sehe die meisten Menschen um mich herum als wirbelnde, ziemlich unausgeglichene Energiefelder, die sich, warum auch immer, weigern einander zu berühren, also liebevolle Gesellschaften zu gründen oder pflegen. Dabei ist die gegenseitige liebevolle Berührung der einfachste Weg die subjektiven unausgeglichenen Spannungsfeldern ins rechte Lot zu bringen. Aber lieber laden sie sich durch Reibung bis zur gegenseitigen Vernichtung weiter auf. Ein universales Paradoxon sind wir, wie alles um uns herum.
DESHALB tanzt mein Verstand, atmet mein Herz, lieben meine Augen und quellen unendliche Schelmereinen aus mir heraus.