Fieberträume

haben etwas, etwas seltsames, gelegentlich erkenntnisreiches. Gestern lag ich den ganzen Tag im Bett, vor mich hindösend auf den Schüttelfrost wartend, dann hätte ich mich von den Sanis ins Krankenhaus bringen lassen. Er kam nicht. In meinem Kopf allerdings verschoben sich derweil „komprimierte Datenpakete“ in endloser Folge, der Beobachter in mir fragte des öfteren: “ Was soll denn der Scheiss?“

Irgendwann, in den frühen, noch dunklen Morgenstunden „entpackten“ sich dann die Datenpäckchen. Entsetzliche Erkenntnisse befinden sich darin.

Offensichtlich hab ich mein Leben damit verplempert es „jedem recht zu machen“ nur einen hab ich dabei scheinbar arg vernachlässigt, mich!

Und nun sitz ich hier, denke vor mich hin, versuche zu erkennen was mir mein Unterbewusstsein mitteilen will und komme zu keinem Ergebnis, fühl mich ausgelaugt, ausgesaugt und ziemlich überfordert, überfordert mit der Verantwortung die man mir mein Leben lang zuschusterte. Ein Freigeist, verschüttet unter einem Berg fremder Probleme und wenn ich im mich hineinschreie: „Was will ICH eigentlich?“, dann ist da nichts mehr zu hören, noch nicht mal mehr ein Echo.

War das mein Leben? Ein Konglomerat fremder Zielsetzungen die ich mir zu eigen machte?

Nun ja, ich will mich nicht beschweren, es war ein wildes, eigensinniges, spassiges Dasein, mein Bisheriges

aber halt ein vollkommen besoffenes, wie der Inhalt der „fiebrigen Datenpakete“ offenbart.

Ein Kommentar zu „Fieberträume

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